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Ibbenbüren

„Das war’s. Ich habe fertig.“

Ex-Kreisbrandmeister Reinhard Meyer verabschiedet

Mittwoch, 31. August 2016 - 13:47 Uhr
von Henning Meyer-Veer

Mit einem Großen Zapfenstreich ist am Dienstagabend der frühere Kreisbrandmeister Reinhard Meyer verabschiedet worden. Rund 600 geladene Gäste waren dazu zur Ibbenbürener Feuer- und Rettungswache gekommen, wo sie einen bewegenden Abend miterlebten.
Foto: Henning Meyer-Veer
Ex-Kreisbrandmeister Reinhard Meyer (zwischen seiner Frau Jutta und Landrat Dr. Klaus Effing) war vom Großen Zapfenstreich sichtlich bewegt.
Ex-Kreisbrandmeister Reinhard Meyer (zwischen seiner Frau Jutta und Landrat Dr. Klaus Effing) war vom Großen Zapfenstreich sichtlich bewegt.

IBBENBÜREN. Irgendwann im Laufe des Abends fand die Hand dann doch noch den Weg zum Auge. Ob es aber ein klitzekleines Tränchen oder ein Staubkorn war, das sich Reinhard Meyer aus dem Auge wischte, vermochten die gut 600 geladenen Gäste, die sich auf dem Gelände der Ibbenbürener Feuer- und Rettungswache eingefunden hatten, nicht zu erkennen. Dennoch waren sich alle in einem Punkt einig. Der Große Zapfenstreich, mit dem der frühere Kreisbrandmeister am Dienstag beim „Abend der Gefahrenabwehr“ offiziell verabschiedet wurde, war eine ebenso gelungene wie bewegende Veranstaltung.

Das bestätigte auch Meyer, der sich mit einer launigen Rede an „seine“ Feuerwehr wandte. Die war mit einer Abordnung aus jeder Kommune des Kreises Steinfurt angetreten, um ihn in den „Ruhestand“ zu verabschieden. Er sei „überwältigt“ von dem, was er hier erlebe, so Meyer, bevor er noch einmal auf seine abwechslungsreiche Zeit als aktives Mitglied der Feuerwehr zurückblickte. „Kameradschaftliches Miteinander ist die Basis für das, was man ehrenamtlich leistet“, bilanzierte der 63-Jährige seine Arbeit. Die Förderung der Kameradschaft sei etwas gewesen, das ihm sehr am Herzen gelegen habe. Ebenso die Ausbildung. „Wir haben heute 24 leistungsstarke und gut ausgebildete und ausgestattete Feuerwehren im Kreis, auf die man sich verlassen kann.“

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Ein Punkt, den zuvor auch schon Landrat Dr. Klaus Effing aufgegriffen hatte. Er würdigte Meyer als einen Mann, der stets die Ausbildung der Feuerwehrleute im Auge hatte und durch seine kameradschaftliche Einstellung das Zusammenwirken der Feuerwehren wesentlich verbessert habe, so Effing. Der Landrat verwies in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf Meyers großes zeitliches Engagement. Er habe sich als Anwalt die Zeit für die Feuerwehr absparen müssen. „Umso beeindruckender ist es aus meiner Sicht, dass Sie immer ein offenes Ohr für Ihre Kameraden hatten.“ Meyer sei ein „Mensch mit viel Herz und viel Humor, geradlinig, offen und ehrlich“, so Effing weiter. Bezirksbrandmeister Donald Niehues unterstrich in seiner Laudatio auf Meyer ebenfalls, dass ihm „Kameradschaft und Vertrauen stets ein ganz besonderes Anliegen“ gewesen seien.

Meyer selbst bedankte sich noch einmal bei all denen, die seinen Weg in der Feuerwehr begleitet haben, ganz besonders aber bei seiner Frau Jutta, mit der er in der vergangenen Woche auch noch Silberhochzeit feierte. „Wenn ich in der Nacht zu einem Einsatz musste, hat sie mir immer ‚Alles Gute‘ gewünscht und gesagt ‚Komm gesund zurück‘. Das ist mir in all den Jahren zum Glück immer gelungen.“ Meyers Schlusswort: „Das war´s. Ich habe fertig.“

So ganz hatte er dann aber doch noch nicht fertig, denn danach wurde es feierlich, als Meyer mit seiner Frau, Landrat Dr. Effing und mit seinem Nachfolger als Kreisbrandmeister, Raphael-Ralph Meier, für den Großen Zapfenstreich aufs Podium durfte. Die Musikzüge aus Mesum und aus Neuenkirchen sowie der Spielmannszug aus Neuenkirchen lieferten zusammen mit den Fackelträgern, die von der Feuerwehr Hörstel gestellt wurden, den stilvollen Rahmen für die Verabschiedung Reinhard Meyers.

Und auch, wenn es am Ende doch nur ein Staubkorn gewesen sein sollte, das Reinhard Meyers Hand zum Auge beorderte, bleibt festzuhalten, der Große Zapfenstreich war mit Sicherheit ein ganz besonders bewegender Moment für Reinhard Meyer

Quelle: ivz-aktuell.tv

"Kreisbrandmeyer" mit großem Zapfenstreich verabschiedet

Drei Fragen an...
... Reinhard Meyer, Ex-Kreisbrandmeister
Herr Meyer, wie hat Ihnen der Abend gefallen?
Meyer: Ganz hervorragend. Das war überwältigend. Ich habe noch nie einen Zapfenstreich mit so vielen Feuerwehrleuten erlebt. Auch nicht, was die Musikzüge und den Spielmannszug angeht.
Hat es Ihnen denn den Abschied ein wenig leichter gemacht?
Meyer: Natürlich, dieser Abend war schon eine tolle Sache.
Was bleibt als Fazit, jetzt, wo die Amtszeit endgültig zu Ende ist?
Meyer: So richtig zu Ende ist es ja nicht....

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