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Ibbenbüren

Kauft ein Ibbenbürener Magnus?

Rätselraten um Zukunft

Donnerstag, 30. Jun. 2016 - 16:45 Uhr
von Sabine Plake

Auch die Brache auf dem Gelände des ehemaligen Kaufhauses Magnus war mal wieder Thema im Rat. Denn viele Lokalpolitiker haben von Verhandlungen gehört - doch der Bürgermeister gibt sich bis jetzt zugeknöpft.

Foto: Henning Meyer-Veer
In Sachen Magnus-Grunbdstück tut sich offenbar was. Noch wird ein großes Geheimnis daraus gemacht, aber die Verhandlungen mit einem Investor sollen schon sehr weit sein.
In Sachen Magnus-Grunbdstück tut sich offenbar was. Noch wird ein großes Geheimnis daraus gemacht, aber die Verhandlungen mit einem Investor sollen schon sehr weit sein.

IBBENBÜREN. Der Bürgermeister gab sich zugeknöpft. Tobias Goldbeck (CDU) hatte im Rat mal wieder beklagt, man höre gar nichts mehr vom Magnus-Gelände. „Bewegt sich dort was, oder tut die Verwaltung nichts?“ „Gehen Sie mal von Ersterem aus“, antwortete Dr. Marc Schrameyer. Mehr war ihm aber nicht zu entlocken. Vielleicht in acht Wochen, vertröstete er.

Auf Nachfrage am Donnerstag war die Information weiter karg. „Es gibt Verhandlungen.“ Werde die Fläche verkauft, „wäre dies das Nonplusultra“. Dann würden „wir dem Investor den roten Teppich ausrollen“. Sollte tatsächlich Bewegung in die Sache kommen, „ist das ein so wichtiges Signal für die Stadt“, unterstrich Schrameyer. Ibbenbüren habe sich toll entwickelt. „Aber diese Fläche ist natürlich für Ibbenbüren essenziell.“

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Tobias Goldbeck (CDU), der ja die Frage im Rat gestellt hatte, erklärte, er habe von einem, aber auch von drei Investoren gehört. Die Information habe sich so angehört, als ob man sich glücklich schätzen könnte, wenn das was würde. Er würde jedenfalls einen Luftsprung machen, wenn er den ersten Fuß in das Gebäude setzen könnte. Und ein Ibbenbürener Investor oder jemand der regional verankert sei, sei sicherlich ein enormer Vorteil, da der sich auch nicht die Blöße geben könnte, dass das schief gehe.

Hermann Hafer (SPD) erklärte, er glaube, die Verhandlungen seien sehr konkret. Das gebe Anlass zur Hoffnung. Allerdings, schränkte er ein, sei Magnus ja ein leidiges Thema. „Schon öfter haben wir uns Hoffnungen gemacht. Wir sind da vorsichtig geworden.“ Aber sollte die Fläche wirklich bebaut werden, wäre das „ein Meilenstein“.

Ulrich Remke (CDU) unterstrich, dass es „super wäre“, wenn sich bei Magnus etwas tun würde. So wie es jetzt ist, „ist es eine Schande für Ibbenbüren.“ Die Baulücke Magnus sei so wie eine große Zahnlücke und das auch noch an der falschen Stelle. So was wünsche sich keiner.

Ludger Bitter (IfI) hatte die Informationen im Rat so kommentiert: „Die Tinte unter dem Totenschein ist fast trocken.“ Das ziele in Richtung des bisherigen Investors Blom, sagte Bitter. Er habe Kontakte nach Holland und sei sicher: „Dieser Investor bekommt in Ibbenbüren kein Stein auf den anderen.“ Und bei Magnus müsse was passieren. „Überlegen Sie mal, das Ganze dauert schon zehn Jahre.“ Wenn es tatsächlich mit dem Investor klappe, „kann es nur besser werden. Schlechter geht nicht mehr.“ Und wenn der Investor dann noch in Ibbenbüren lebe, „dann macht der auch was Vernünftiges.“ Denn der wohne auch übermorgen hier. „Wir können das nur unterstützen.“

Hans-Jürgen Streich (FDP) glaubt: „Es geht jetzt rund.“ Er habe gehört: Drei Ibbenbürener haben das Gelände gekauft. Er selbst habe Kontakt mit einem Interessenten aus Mettingen gehabt. Der sei aber angesichts laufender Verhandlungen nicht zum Zuge gekommen. „Die Politik muss selbst losziehen, um etwas zu bewegen“, ist Streichs Meinung. Er hoffe nun sehr auf einen Durchbruch. „Der Geduldsfaden reißt.“

Dr. Marlene Klatt (Grüne) kommentierte, „fast alles andere wäre besser, als das was dort ist.“ Allerdings sei sie jetzt nicht sofort aufgeschreckt bei der Information. „Es ist ja nicht die erste, bei der dann nichts rauskommt.“

Ernst Goldbeck (Linke) hat schon diverse Gerüchte gehört, auch zu Ibbenbürener Investoren. „Wenn das tatsächlich eintreten würde, wäre das klasse.“ Das wäre ein Hammer. Kleinteiligen Einzelhandel, eine Kneipe, Wohnen, das könne er sich dort sehr gut vorstellen.

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