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Ibbenbüren

Medienquartier vor Startschuss

Baugenehmigung erteilt / B-Plan Thema in Ratsgremien

Mittwoch, 19. Feb. 2020 - 15:19 Uhr
von Claus Kossag

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Für die geplante Bebauung des ehemaligen Magnus-Geländes durch die IVD-Unternehmensgruppe ist ein nächster wichtiger Schritt erfolgt. Die Stadt Ibbenbüren hat die Baugenehmigung für den insgesamt drei Gebäude umfassenden Komplex erteilt. Das haben die Geschäftsführer der IVZ/IVD, Klaus Rieping und Alfred Strootmann, am Dienstag mitgeteilt.

Foto: Darstellung: agn
Eine Ansicht des geplanten Medienquartiers zwischen Poststraße und Kanalstraße aus Richtung Unterer Markt.
Eine Ansicht des geplanten Medienquartiers zwischen Poststraße und Kanalstraße aus Richtung Unterer Markt.

In einem Pressegespräch erläuterten die Geschäftsführer gemeinsam mit den Projektleitern Melanie Schilling und Dirk Ludwig von der agn-Gruppe die weiteren Planungen des Vorhabens, dessen größter Baukörper ein neues IVZ-Medienzentrum werden soll (wir berichteten). Zunächst ist nun ein Beschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das „Medienquartier“ erforderlich. Dazu tagt am 27. Februar der Bauausschuss, die Entscheidung trifft der Rat am 18. März.

Wie Schilling und Ludwig erklärten, könnten jetzt durch die Baugenehmigung weitere Vorbereitungen für den Start getroffen werden. Denn die für die anstehenden Arbeiten angefragten Firmen benötigten natürlich eine Vorlaufzeit. Und es gelte, die Einrichtung der Baustelle vorzubereiten.

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Bereits neu verlegt worden sind in der Poststraße Versorgungsleitungen, in der Kanalstraße steht das ebenfalls noch an. Da mit umfangreichen Erdarbeiten und somit reichlich Lastwagenverkehr in der Poststraße zu rechnen ist, steht die Straße, die in keinem guten Zustand ist, besonders im Blickpunkt. Wie Klaus Rieping erklärte, habe sich die IVD-Unternehmensgruppe als Bauherr bereit erklärt, auf eigene Kosten das Pflaster der Poststraße aufzunehmen und die Straße zeitnah mit einer Asphaltschicht zu versehen. Die Stadt habe inzwischen das Angebot der IVD geprüft und angenommen. Für die Verkehrsführung sei geplant, den Weg über die Bachstraße, Alte Münsterstraße und den Unteren Markt (Einbahnstraße) durch die Poststraße stadtauswärts inklusive Busverkehr offen zu halten. Stadteinwärts soll über die Poststraße vom ehemaligen Kolpinghaus bis zur Apotheke ein Baustellenverkehr eingerichtet werden.

Im Mittelpunkt der Planungen steht bei Baubeginn der Bodenaushub. Wenn die Baugrube befestigt ist, werden etwa 15000 Kubikmeter Erde auf dem ehemaligen Magnus-Gelände zwischen Poststraße und Kanalstraße bewegt, so Melanie Schilling und Dirk Ludwig. Das bedeutet etwa 1000 Lkw-Ladungen.

Wie berichtet bildet eine Tiefgarage mit rund 90 nicht-öffentlichen Plätzen die gemeinsame Basis für die drei Gebäude, die dann errichtet werden sollen. Melanie Schilling: „Die drei Komplexe werden in einem Schritt gebaut.“ Dabei soll das Medienhaus als Erstes fertiggestellt sein. Wie berichtet sind in den Gebäuden neben der Nutzung als Medienhaus Einzelhandel, Dienstleistungen, Büroflächen, Wohnen und altengerechtes Wohnen sowie ein gastronomisches Angebot geplant. Die Gesamtbauzeit wird mit etwa zwei Jahren veranschlagt.

Wie Dirk Ludwig erläuterte, ist Nachhaltigkeit beim gesamten Projekt ein wichtiger Aspekt. So erfüllen die Gebäude die energetischen Anforderungen nach KfW 55 Standard, es gibt eine Dachbegrünung und Fotovoltaikanlagen.

Wenn der Rat der Stadt Ibbenbüren Mitte März den vorhabenbezogenen Bebauungsplan beschließt, ist danach zeitnah ein erster Spatenstich geplant, so Alfred Strootmann und Klaus Rieping. Wie die agn-Projektleiter Melanie Schilling und Dirk Ludwig erläuterten, wird es parallel zu den Bauarbeiten dann archäologische Bodenuntersuchungen im westlichen Bereich des Grundstückes (ehemaliges Wohnhaus Overmeyer nebst Garten) geben. Das war im Rahmen der öffentlichen Auslegung der Pläne eine Forderung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), weil diese Flächen im innerstädtischen Bereich noch nie untersucht worden sind. Die Kosten der Untersuchungen hat übrigens der Bauherr, die IVD-Unternehmensgruppe, zu tragen.

Umfangreiche Gespräche wurden mit allen Nachbarn des Baugrundstücks geführt. Und es wurden seitens des Bauherrn sämtliche Nachbargebäude und Straßen kartografiert. Auf Wunsch der evangelischen Kirchengemeinde geschieht das auch noch mit der Christuskirche.

Foto: Claus Kossag

Sie sind die Projektleiter der agn-Gruppe für das Bauvorhaben „Medienquartier“ der IVD-Unternehmensgruppe auf dem ehemaligen Magnus-Gelände: Melanie Schilling und Dirk Ludwig.
Sie sind die Projektleiter der agn-Gruppe für das Bauvorhaben „Medienquartier“ der IVD-Unternehmensgruppe auf dem ehemaligen Magnus-Gelände: Melanie Schilling und Dirk Ludwig.

Umfangreiche Planungen

Mitte 2016 war der Kauf des ehemaligen Magnus-Geländes durch die IVD-Unternehmensgruppe perfekt. Danach folgten zwei Jahre Planungen inklusive der Arbeit der Architekten. Es mussten Gutachten zu Boden, Lärm- und Artenschutz erstellt werden. Es gab diverse Sitzungen des Bauausschusses und des Rates zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes, der Gestaltungsbeirat wurde beteiligt. Es gab Abstimmungsgespräche mit den Architekten, Nachbarn und mit der Stadt. Dirk Ludwig von der agn-Gruppe sagt dazu mit Blick auf die dreieinhalb Jahre, die vom Kauf bis zur Baugenehmigung vergangen sind: „Für ein innerstädtisches Projekt in dieser Lage und Größenordnung ist das normal.“ Und IVZ-Geschäftsführer Klaus Rieping ergänzt, es handele sich schließlich um eine fundamental andere Planung als die des einstigen holländischen Investors. Es habe eine komplette Neuüberplanung des Gebiets gegeben.

 

Bau-Homepage

In Kürze wird der Bauherr, die IVD-Unternehmensgruppe, eine eigene Website einrichten. Hier wird fortlaufend über den Baufortschritt informiert. Dort stehen die Verantwortlichen auch Rede und Antwort. Eine Webcam wird zudem die Phasen der Bauarbeiten im Zeitraffer dokumentieren. Die Adresse: ibb-medienquartier.de.

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