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Ibbenbüren

Medienquartier auf dem Magnusgelände: Erdaushub fast geschafft

365 Betonpfähle halten das Erdreich

Donnerstag, 16. Jul. 2020 - 17:30 Uhr
von Sabine Plake

Seit Jahresbeginn ist Bewegung auf der Baustelle auf dem Magnusgelände. Was hat sich bis jetzt getan? Was sind die nächsten Schritte und wie ist der Zeitplan? Wir haben mit den dort zuständigen Unternehmen gesprochen.

Foto: Sabine Plake
„Die Arbeit zeigt den Weg“, sagt Klaus Börgel (l.) vom Ibbenbürener Bauunternehmen Börgel. Bisher verläuft alles glatt auf der Baustelle der IVD-Unternehmensgruppe am Unteren Markt. Darüber freuen sich auch Börgel-Bauleiter Markus Jasper (2.v.r), Polier Reinhard Westkamp (r.) und Architektin Melanie Schilling, Projektleiterin der agn-Gruppe (2.v.l.).
„Die Arbeit zeigt den Weg“, sagt Klaus Börgel (l.) vom Ibbenbürener Bauunternehmen Börgel. Bisher verläuft alles glatt auf der Baustelle der IVD-Unternehmensgruppe am Unteren Markt. Darüber freuen sich auch Börgel-Bauleiter Markus Jasper (2.v.r), Polier Reinhard Westkamp (r.) und Architektin Melanie Schilling, Projektleiterin der agn-Gruppe (2.v.l.).

Vor einigen Wochen noch haben sich einige gefragt, wie viele von den Betonpfählen noch in der Erde verschwinden werden. Das schien kein Ende zu nehmen. Nun stehen sie: Sage und schreibe 365 Pfähle ummanteln die Baugrube für das „Medienquartier“ der IVD-Unternehmensgruppe auf dem ehemaligen Magnusgelände und sichern die Grenzbereiche zu den benachbarten Gebäuden und Grundstücken, berichtet Gerd Seifert.

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Es gab einige Überraschungen

Der Geschäftsführer der Firma ATS Seifert aus Ibbenbüren erklärt, dass es bei den Arbeiten zudem die eine oder andere Überraschung gegeben habe. Zum einen war das alte Kellergebäude größer, zum anderen war der Grund felsiger als gedacht. „Der Fels hat schon eine Härte, da brauchen Sie Stemmgerät“, sagt Seifert. An einigen Stellen könne man gut das Gebirge sehen. Die Baugrube ist an einigen Stellen bis zu sechs Meter tief.

Kräne reichen fast bis zum Kirchturm

Rund 70 Prozent des Erdaushubs seien erledigt, sagt Seifert. Wenn die Bagger damit fertig sind, haben sie rund 19.000 Kubikmeter Erde bewegt. Ist das erledigt, kann mit dem Bau der Tiefgarage begonnen werden. Dafür erstellt das Ibbenbürener Bauunternehmen Börgel derzeit die Fundamente für zwei Kräne. Einer davon hat einen 55-Meter-Ausleger, der andere einen 45-Meter-Ausleger. „Der reicht fast bis zum Kirchturm“, erklärt Klaus Börgel, einer der Inhaber der heimischen Bauunternehmung. Die Kräne seien mit das Wichtigste, „sonst könnten wir nicht vernünftig arbeiten“.

Danach wird mit der Sohle der Tiefgarage begonnen, die 50 Zentimeter dick werden soll. Diese wird sukzessive gegossen, und zwar in sieben Abschnitten. Danach folgen Wände und Decke. Das werde dreieinhalb bis vier Monate dauern, so rechnet Börgel.

Insgesamt werden 9000 Kubikmeter Beton verbaut und 900 Tonnen Bewehrungseisen. Wichtig sei vor allem die Wasserdichtigkeit des Betons, wie Bauleiter Markus Jasper erläutert.

Quelle: ivz-aktuell.tv

Medienquartier: Interview mit Markus Jasper

Betontransport von morgens bis abends

Acht Kubikmeter Beton kann ein Transportbetonmischer laden. Diese fahren den Beton nacheinander an die Baugrube – das heißt, bei den großen Betonagen der Tiefgaragensohle (insgesamt etwa 2000 Kubikmeter) von morgens bis abends, einer nach dem anderen. Das sei wichtig, betont Börgel.

13 Monate für den Rohbau geplant

Danach werde mit dem Bau der Geschosse begonnen. Mit dem Gebäude an der Kanalstraße werde man anfangen, danach folgen das Medienhaus und dann das Gebäude neben der Diakonie. Die Gebäude werden aber im Wesentlichen gleichzeitig gebaut. Für den Rohbau vorgesehen ist ein Zeitraum von 13 Monaten. „Ein sportlicher Termin“, sagt Börgel.

Logistisch sei es auf der Baustelle sehr eng. Seitlich der zu bebauenden Fläche gebe es nur einen Streifen am Unteren Markt und an der Poststraße. Daher sei man der von Bodelschwingh Diakonische Einrichtungen sehr dankbar, dass man dort Container aufstellen durfte. Und es gibt Lob an die Nachbarn. Die mussten und müssen noch einiges aushalten.

>> Informationen zur Baustelle, eine Webcam, Fotos, weitere Berichte zum Magnusgelände sowie zur Geschichte der Kaufhäuser Magnus und Overmeyer gibt es unter www.ibb-medienquartier.de

Neubau

Eine Tiefgarage mit rund 90 nicht-öffentlichen Plätzen bildet die gemeinsame Basis für die drei Gebäude auf dem ehemaligen Magnus-Gelände. Architektin Melanie Schilling, Projektleiterin der agn-Gruppe: „Die drei Komplexe werden in einem Schritt gebaut.“ Dabei soll das Medienhaus als Erstes fertiggestellt sein. In den Gebäuden neben der Nutzung als Medienhaus sind Einzelhandel, Dienstleistungen, Büroflächen, Wohnen und altengerechtes Wohnen sowie ein gastronomisches Angebot geplant. Die Gesamtbauzeit wird mit etwa zwei Jahren veranschlagt.

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