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Ibbenbüren

Magnus-Gelände: Lieber Grünfläche als Schutthaufen

Diskussion im Bauausschuss

Freitag, 30. Okt. 2015 - 17:23 Uhr
von Sabine Plake

Der Bauausschuss hat am Donnerstagabend einen Antrag der Initiative für Ibbenbüren zur innerstädtischen Entwicklung diskutiert. Die UWG fordert eine planerische Gesamtkonzeption für den Bereich Magnus, Schwesternwohnheim und Bodelschwingh-Krankenhaus.
Foto: Stefan Nieland
Eine Gesamtkonzeption für den Bereich des Bodelschwingh-Krankenhauses und des Magnus-Geländes fordert die IFI in einem Antrag.
Eine Gesamtkonzeption für den Bereich des Bodelschwingh-Krankenhauses und des Magnus-Geländes fordert die IFI in einem Antrag.

IBBENBÜREN. Robert Siedler, Stadtbaurat der Stadt Ibbenbüren, telefoniert viel. Mit dem Klinikum Ibbenbüren, mit dem Herrn Blom vom vielleicht irgendwann mal zu realisierenden Top Center und mit Vastbau. Während die Telefonate mit dem Klinikum eher erfreulich sind – da geht es um die Einhäusigkeit des Krankenhauses – verlaufen die Gespräche mit Blom seit Jahren ähnlich: ein Baubeginn für das Top-Center ist nicht in Sicht, verschoben auf den St.-Nimmerleinstag. Die Stadt fordert allerdings Blom jetzt auf, die Sichtblenden zur Vorweihnachtszeit wieder herzustellen. Das habe er zugesagt, erklärte Siedler. Derzeit werde das Gelände ja für den Bauschutt vom Abriss Müller-Nedebock genutzt. Das mache auch Sinn. Aber dann dürfte der Zaun für die Adventszeit auch wieder hergerichtet werden.

Das alles teilte Siedler am Donnerstagabend den Mitgliedern des Bauausschusses mit. Der Ausschuss beschäftigte sich mit einem Antrag der UWG Initiative für Ibbenbüren, der eine planerische Gesamtkonzeption für den Bereich Magnus, Schwesternwohnheim und Bodelschwingh-Krankenhaus fordert. Damit soll eine richtungsweisende Innenstadt-Entwicklung ermöglicht werden. Christoph Boll betonte, das Ganze müsse als „innerstädtischer Entwicklungsraum“ gesehen werden.

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Denn wenn das Klinikum Ibbenbüren die Einhäusigkeit am Elisabeth-Hospital umgesetzt hat – das soll 2018 der Fall sein – wird das Bodelschwingh-Krankenhaus einer anderen Nutzung zugeführt. Welche, das ist noch nicht geklärt. Zwischenzeitlich war darüber nachgedacht worden, eine Art Ärztehaus dort einzurichten. Die Mitglieder des Bauausschusses konnten sich am Donnerstagabend dort aber auch ein ähnliches Gebilde wie das Top-Center an dieser Stelle vorstellen: also unten Geschäfte, oben Praxen oder Wohnungen.

Tobias Goldbeck (CDU) meinte, es müssten ja gar keine Einzelhandelsflächen sein. Aber die Verbindungen zur Innenstadt – fußläufig – zu schaffen, das halte er schon für wichtig.

Norbert Grolle (CDU) erklärte, ihm sei an der Stelle des geplanten Top-Centers eine Grünfläche lieber als der jetzt dort liegende Schutthaufen. Er empfahl, im nächsten Verfahrensschritt den Bebauungsplan zu ändern und auf der Magnus-Fläche tatsächlich eine Grünfläche zu machen. Immerhin habe der Investor zehn Jahre kein Interesse gehabt, den öffentlichen Grund und Boden zu gestalten. Dann werde diese Fläche wenigstens vernünftig genutzt. Die Maßnahme sei ja vielleicht auch eine Möglichkeit, etwas intensiver ins Gespräch zu kommen.

Stadtbaurat Robert Siedler wies darauf hin, dass „wir trotzdem und nach wie vor nicht Eigentümer sind“. Aber die Siebenjahresfrist bei der Baugenehmigung laufe 2016 aus – „da machen wir uns schon unsere Gedanken.“

Zudem werde die Stadt jetzt Zwangsmittel anwenden, teilte Siedler auf Nachfrage von Grolle mit. Das betrifft den Bauschutt auf dem Gelände, der belastet ist. An den Besitzer ergehe daher zeitnah die Aufforderung, diesen zu entsorgen. Begleitende Behörde ist der Kreis, das Ganze beaufsichtigen muss die Stadt.

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