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Ibbenbüren

Wie soll es bei Magnus weitergehen?

ISG Südstadt lädt Bürgermeisterkandidaten zur Fragestunde ein

Donnerstag, 13. Aug. 2015 - 15:59 Uhr
von Sabine Plake

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Magnus und (k)ein Ende: Eine Stunde war am Mittwochabend Zeit, zu sagen, was damit passieren soll, was die Bürgermeisterkandidaten konkret für die Südstadt tun wollen. Denn die Immobilien- und Standortgemeinschaft Südstadt e.V. hatte die Drei dazu eingeladen, Stellung zu beziehen.

Foto: Sabine Plake
<p>Kaufen oder nicht kaufen? Dr. Marc Schrameyer, Christian Moll und Ernst Goldbeck standen als Bürgermeisterkandidaten zur Magnus-Brache Rede und Antwort.</p>

Kaufen oder nicht kaufen? Dr. Marc Schrameyer, Christian Moll und Ernst Goldbeck standen als Bürgermeisterkandidaten zur Magnus-Brache Rede und Antwort.

IBBENBÜREN. Und das taten Ernst Goldbeck (Die Linke), Christian Moll (CDU) und Dr. Marc Schrameyer (SPD), die zusammen mit den Anwesenden aus dem blick.punkt heraus jederzeit einen Blick auf das Gelände hatten.

Die unendliche Geschichte stellte Moderator Heinz Keeve den rund 80 Anwesenden vor. Die Geschäftsinhaber und Wohnungseigentümer hätten schon eine sehr leidvolle Zeit hinter sich mit vielen, vielen Versprechungen. Übrigens wolle er von den Kandidaten nicht hören: „Geht nicht – denn das glaube ich nicht." Man müsse auch Visionen haben.

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Die Kandidaten positionierten sich. Ernst Goldbeck wurde als Erster befragt.

Er sei der Ansicht, man könne ein Grundstück nur entwickeln, wenn man Eigentümer ist. Also kaufen. Deswegen wolle er sich mit Investor Blom hinsetzen und ihn fragen: „Was willst du dafür haben."
Er glaube, dass sich dann was bewege. Zudem habe die Fläche ja noch mehr Potenzial, wenn man die Flächen des Bodelschwingh-Krankenhauses mit einbeziehe. Er, bzw. die Stadt, solle da aktiv werden, etwas tun, etwas bewegen.

Quelle: ivz-aktuell.tv

Wie soll es bei Magnus weitergehen?

Christian Moll erklärte, er habe schon persönlich Kontakt mit dem Investor aufgenommen und sich mit ihm getroffen. Nur im Gespräch komme man weiter. Wenige wüssten, dass Blom sogar Mitglied der IG Südstadt sei. Deren Mitglieder forderte er auf, das Gespräch mit ihm zu suchen. Dann könne man Perspektiven entwickeln – mit ihm zusammen, zum Beispiel in einem Moderationsverfahren. Dann könnten auch Möglichkeiten wie zum Beispiel ein Kauf erörtert werden, beispielsweise mit Investoren.

Dr. Marc Schrameyer erklärte: „Wenn der Investor nicht will, machen wir gar nichts." Ein anderer Investor habe kurz vor dem Abschluss mit Blom gestanden. Dann seien die Verhandlungen gescheitert, weil Blom mehr Geld haben wollte. Und wenn die Kommune es jetzt erwerbe, ergäben sich Probleme. Das dürfe sie nur tun, wenn sie es selbst nutzt. „Den Gemeinden ist eine wirtschaftliche Betätigung verboten."

Aber er könne sich vorstellen, „wir tun uns zusammen", zum Beispiel in einer Investorengesellschaft, an der sich Bürger beteiligen.

Christian Moll schlug vor, das Umfeld der Magnus-Brache, also die Umgebungsflächen aufzuwerten. Auch die Poststraße könne gestaltet werden. Aus der Versammlung wurde da der Vorwurf laut, die Stadt habe hier viel zu lange gezögert. Es sei ein Skandal, wie die Poststraße ausschaue.
Uwe Lehmkuhl, unter anderem Investor der Nordstadtarkaden und in der Vergangenheit auch an dem Magnus-Gelände interessiert, schlug vor, den Bebauungsplan für das Gelände und die angrenzenden Grundstücke bis zur Synagogenstraße im nächsten Jahr in ein Mischgebiet zu ändern. Denn die Baugenehmigung für das Magnus-Gelände erlische im Herbst 2016 – falls sich dort nichts mehr tut.
Dann könne man das ganze Areal besser gestalten und beispielsweise fußläufige Verbindungen schaffen. Ein Einkaufszentrum oder ein großflächiger Einzelhandel passe nicht mehr an diese Stelle, meinte er. Denn der Markt für beides sei einigermaßen gesättigt.

Goldbeck betonte, daneben sei eine Gestaltungssatzung für die ganze Stadt besonders wichtig. Die Stadt müsse den Hut bei Projekten aufhaben und Regeln schaffen, dann hätte auch der Abriss von Müller-Nedebock verhindert werden können. Auch Moll forderte eine Gestaltungssatzung.
Schrameyer erklärte, die Stadt habe diesen Weg doch schon eingeschlagen. Das ziehe sich doch schon über Jahre, meinte ein Bürger.

Foto: Henning Meyer-Veer

Sollte die Stadt Ibbenbüren die Magnus-Fläche kaufen? „Ja, dann kann man die Fläche dort sinnvoll nutzen und etwas Schönes daraus machen.

Sollte die Stadt Ibbenbüren die Magnus-Fläche kaufen? „Ja, dann kann man die Fläche dort sinnvoll nutzen und etwas Schönes daraus machen." Kerstin Keller (56), Ibbenbüren

Foto: Henning Meyer-Veer

Sollte die Stadt Ibbenbüren die Magnus-Fläche kaufen? „Die Stadt kann die Fläche gar nicht kaufen, weil das Geld dafür nicht zur Verfügung steht.

Sollte die Stadt Ibbenbüren die Magnus-Fläche kaufen? „Die Stadt kann die Fläche gar nicht kaufen, weil das Geld dafür nicht zur Verfügung steht." Karl-H. Mönninghoff (80), Ibbenbüren

Foto: Henning Meyer-Veer

Sollte die Stadt Ibbenbüren die Magnus-Fläche kaufen? „Im Prinzip ja. Man sollte die Ecke zur Erholungsfläche umbauen. So wie jetzt geht es nicht weiter.

Sollte die Stadt Ibbenbüren die Magnus-Fläche kaufen? „Im Prinzip ja. Man sollte die Ecke zur Erholungsfläche umbauen. So wie jetzt geht es nicht weiter." Werner Flaucher (67), Ibbenbüren

Foto: Henning Meyer-Veer

Sollte die Stadt Ibbenbüren die Magnus-Fläche kaufen? „Das wäre in jedem Fall eine gute Lösung. Es wird Zeit, dass sich was ändert. Das ist ein Schandfleck.

Sollte die Stadt Ibbenbüren die Magnus-Fläche kaufen? „Das wäre in jedem Fall eine gute Lösung. Es wird Zeit, dass sich was ändert. Das ist ein Schandfleck." Elke Donnermeyer (48), Recke

Foto: Henning Meyer-Veer

Sollte die Stadt Ibbenbüren die Magnus-Fläche kaufen? „Wenn es finanziell machbar ist, ja. Es ist kein Fortkommen zu erkennen. Ein Verlust von Stadtqualität.

Sollte die Stadt Ibbenbüren die Magnus-Fläche kaufen? „Wenn es finanziell machbar ist, ja. Es ist kein Fortkommen zu erkennen. Ein Verlust von Stadtqualität." Dieter Windmann (59), Ibbenbüren

Im Wortlaut

„Geht nicht, glaube ich nicht."
Heinz Keeve

„Die Hoffnung stirbt zuletzt. Sie ist gestorben."
Marc Schrameyer

„Es ist ein Missstand seit 13 Jahren."
Ernst Goldbeck

„Das Image ist im Eimer."
Christian Moll über den Investor

„Ihr müsst auch mal Ideen von euch aus entwickeln und nicht abwarten."
Heinz Keeve

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