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Kreis Steinfurt

Die Arbeit des Kreisbrandmeisters im Krisenstab

Wie sich die Arbeit in den Monaten verändert hat

Donnerstag, 28. Mai. 2020 - 12:10 Uhr

Die Pressestelle des Kreises Steinfurt liefert immer mal wieder Einblicke in die Arbeit des Krisenstabs. In Teil 3 wird Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier beleuchtet. Besser gesagt: seine aktuelle Rolle als Bindeglied zu den Einsatzkräften.

<p>Raphael-Ralph Meier</p>

Raphael-Ralph Meier

Es ist Mai. Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier kommt aus der Lagebesprechung des Krisenstabes im kleinen Sitzungssaal des Steinfurter Kreishauses. Zweimal täglich tagen die Mitglieder mittlerweile, bis vor einigen Wochen waren es sogar drei Besprechungen am Tag. Nach wie vor müssen – neben der wichtigen Verfolgung von Infektionsketten – Strukturen geschaffen werden, um "vor der Lage zu sein", sagt Meier. Nachdem der Krisenstab zunächst beispielsweise die Lazarette in Laer und Lengerich aufgebaut hat, die Krankenhäuser im Kreisgebiet dabei unterstützt hat, alle elektiven Maßnahmen einzustellen und auf den Krisen-Modus umzuschalten und Pflegepersonal gesucht wurde, sind es hiernach die sogenannten "Hotspots", die im Zentrum der Arbeit standen: Im April stieg die Zahl der Infizierten in den Pflegeheimen und in jüngster Zeit wurden die Bewohnerinnen und Bewohner in Sammelunterkünften auf das Coronavirus getestet.

Blick zurück: 26. Februar. Der Arbeitskreis Bevölkerungsschutz steht auf dem Terminplan des Kreisbrandmeisters. Ein regelmäßiger Austausch, meist geht es um allgemeine Themen des Ordnungsrechts. Heute sprechen sie auch über Corona. Am Ende steht die Entscheidung des Kreisdirektors Dr. Martin Sommer fest: Er beruft als erster Kreis im Münsterland am 27. Februar den Krisenstab des Kreises Steinfurt ein – und bindet Raphael-Ralph Meier von Anfang an mit ein.

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Der Krisenstab des Kreises Steinfurt besteht grundsätzlich – unabhängig von Corona – aus etwa 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung sowie ständigen und ereignisspezifischen Vertretern von Polizei, Feuerwehr, Bundeswehr und Hilfsorganisationen. Im März und April ist der Krisenstab auf mehr als 300 Menschen angewachsen, da unter anderem zur Unterbrechung der Infektionsketten, zur Betreuung der kritischen Infrastrukturen wie Krankenhäuser, Arztpraxen, Rettungsdienst und der Pflegeheime sowie des Betriebs des Pflegelazaretts in Lengerich und zeitweise des Fieberlazaretts viel Personal notwendig ist. 

Der Kreisbrandmeister ist, zusammen mit dem Vertreter der Hilfsorganisationen, das Verbindungsglied vom Krisenstab zu den Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser-Hilfsdienstes und der Feuerwehren, die unter anderem im Pflegelazarett in Lengerich und im Fieberlazarett in Laer tätig waren. Außerdem haben die Einsatzkräfte zum Beispiel die Logistik für die Ausstattung der Lazarette organisiert und Pakete mit Schutzmaterial verteilt, die entweder der Kreis Steinfurt selbst oder das Land NRW zur Verfügung gestellt hat. Davon haben bisher unter anderem Alten- und Pflegeheime, aber auch beispielsweise Physio-, Ergo- und Logopädie-Praxen profitiert.

Raphael-Ralph Meier ist in seinem Element, wenn er von seiner Aufgabe erzählt. Kreisbrandmeister ist er seit dem Jahre 2016, vorher war er knapp drei Jahre lang Stellvertreter. Natürlich ist er geschult in Krisensituationen, ob über die Feuerwehr Lienen, wo er jahrelang Wehrführer war oder über den Krisenstab des Kreises Steinfurt. Eine Krise, ob echt oder als Übung, dauerte aber noch nie so lange wie jetzt die Corona-Pandemie. Ein freies Wochenende ist im März und im April undenkbar gewesen, die freien Tage an zwei Händen rasch abgezählt.

Mitte Mai ist es ein anderes Arbeiten im Krisenstab geworden – auch für Meier. "Da die Zahl der Infizierten sinkt, schonen wir jetzt aus Effizienzgründen personelle und sachliche Ressourcen. Gleichzeitig sind wir zu jeder Zeit einsatzbereit und in der Lage, unsere Maßnahmen wieder zu intensivieren oder zu aktivieren", sagt Krisenstabsleiter Dr. Martin Sommer. So steht der große Einsatzleitwagen des Kreises Steinfurt nicht mehr vor dem Kreishaus, die KVWL hat den Abstrich-Container in Rheine geschlossen, der Steinfurter Container wurde zum Kreishaus gebracht und wird jetzt nicht mehr von der KVWL, sondern vom Kreis Steinfurt betreut. Das Fieberlazarett in Laer und das Pflegelazarett in Lengerich hat der Krisenstab "eingefroren", kann aber beide innerhalb weniger Tage wieder in Betrieb nehmen. Zudem finden Lagebesprechungen nur noch einmal am Tag statt und am Wochenende nur nach Bedarf. Der innere Krisenstab wird verkleinert. Raphael-Ralph Meier gehört auch weiterhin dazu.

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